E.ON-Tochter EKN und innogy-Tochter DigiKoo setzen auf enersis

Veröffentlicht
01.08.2017

E.ON-Tochter EKN und innogy-Tochter DigiKoo setzen auf enersis

Ein Joint Venture mit der E.ON-Tochter e.kundenservice Netz (EKN), diverse Projekte mit DigiKoo, einer 100 %-igen innogy-Tochter, und eine neue Partnerschaft mit einem Smart-City-Spezialisten: Das auf Data Analytics spezialisierte Unternehmen enersis suisse AG etabliert sich zunehmend auf dem Markt für innovative Softwarelösungen für die Energiebranche.

Software-Services für die Energiewende: Mit diesem Fokus hat die Visual-Analytics-Spezialistin enersis suisse AG in den letzten Jahren diverse Lösungen entwickelt – etwa zur Berechnung der Energieeffizienz von Städten, um Anlagen für erneuerbare Energien miteinander zu vergleichen und um den Rollout von Smart Metern so günstig wie möglich zu gestalten. Zu den Kunden und Kooperationspartnern gehören unter anderem die Energiekonzerne innogy und E.ON:

1. DigiKoo: Energieportal kurz vor dem Go-Live und E-Mobilitäts-App im internen Pilotprojekt

(I.) Gemeinsam mit der DigiKoo GmbH, einer 100 %-igen Tochter von innogy, hat enersis ein Energieportal entwickelt, das als Informationsplattform für Gemeinden und Bürger konzipiert ist. Die Online-Plattform besitzt mehrere Module, unter anderem einen Photovoltaik (PV)-Service. Dieser unterstützt die Nutzer von der Prüfung der geeigneten Dachflächen, über die Finanzierung der Anlage, deren Konfiguration bis hin zur Netzanschlussprüfung über den gesamten Prozess der Einrichtung einer PV-Anlage hinweg. Weitere Module bieten den Gemeinden ein einfaches Monitoring der Energiebilanz oder eine Ansicht der Standorte von erneuerbaren Energieanlagen und deren Leistung. Für vier Kommunen im Gebiet des Netzbetreibers Westnetz wird der Service aktuell als Pilot intern getestet. Drei weitere Netzbetreiber planen heute schon, das Portal künftig ihren Kommunen zur Verfügung zu stellen.

(II.) Bei der E-Mobility-App handelt es sich vorrangig um einen Service für Energieversorger. Die Ladesäuleninfrastruktur für Elektrofahrzeuge ist in Städten und Gemeinden bisher noch nicht ausreichend ausgebaut. Zu Beginn ist unklar, wo E-Ladesäulen nötig und sinnvoll sind, beziehungsweise was sie kosten – vor allem mit Blick auf die bestehende Netzinfrastruktur. „Die App soll später auch Besitzer von Elektrofahrzeugen mit einbeziehen“, erläutert enersis-Projektleiter Florian Hampel, „denn mit Hilfe der App können sie den Ort taggen, an dem sie sich eine Ladestation wünschen.“ Die jeweiligen Netzbetreiber können gleichzeitig prüfen, ob diese Ladestationen infrastrukturfreundlich (Netze und Straßen) eingebaut werden können und ob das Netz den zusätzlichen Strombedarf an den meistgetaggten Orten decken kann. Seit Anfang Juli testet ein kleines Team von DigiKoo und enersis die App in einem Pilotprojekt.

2. greenited GmbH: Joint Venture gegründet, Pilot in Schleswig-Holstein gestartet

Im Mai 2017 hat enersis zusammen mit der E.ON-Tochter e.kundenservice Netz GmbH das Joint Venture greenited GmbH gegründet. Unter www.greenited.net betreibt die Hamburger Gesellschaft bereits heute deutschlandweit ein kostenfreies Online-Portal zur Berechnung und Visualisierung von CO2-Emissionen als Basisversion. „Greenited verbindet die komplementären Kompetenzen von Energie- und Softwareexperten sowie den Marktzugang eines Marktführers in der Energieversorgung innerhalb einer Lösungsplattform von enersis“, erläutert Dr. Christina Würthner, Geschäftsführerin bei enersis. Das Ziel ist, neue Services unter anderem für Netzbetreiber, Energieversorger, Landkreise, Städte und Gemeinde sowie Unternehmen zu entwickeln und anzubieten. Die technologische Basis dafür bietet das enersis grids Framework. Das jüngste Pilotprojekt ist ein spezifisches Portal für einen norddeutschen Netzbetreiber, das detailliert bis auf Gemeindeebene des Landes Schleswig-Holstein CO2e-Emissionen in der Landwirtschaft, dem Verkehr, dem Abfall, aus der stationären Energie oder der Industrie berechnet.

Neue Partnerschaft mit CREM-Spin-off in der Westschweiz

Anwendungen für die Städte der Zukunft entstehen gemeinsam mit dem Unternehmen Navitas Consilium S.A. (NCSA), dessen Mehrheitseignerin enersis seit Ende Juni ist. NCSA wurde 2015 als Spin-off des Centre de Recherches Energétiques et Municipales (CREM) in Martigny, nahe Lausanne gegründet. Gemeinsam verfolgen beide Unternehmen das Ziel, eine der modernsten Lösungsplattformen im Smart-City-Segment für Energie- und Wärmeanwendungen bei Kommunen, Städten und Regionen partnerschaftlich umzusetzen. „Enersis bringt mit dem grids Framework seine Plattform, Daten-Knowhow und Visual-Analytics-Kompetenz ein und wir unsere Konzepte und Anwendungen für die Energieplanung von Städten und Gemeinden“, erläutert Gabriel Ruiz, Geschäftsführer und Miteigentümer von NCSA.